Chronik des SV Arnshausen 1921 e.V.

Chronik SV Arnshausen

Am 3. September 1919 trafen sich 13 wackere und sportbegeisterte Mannen im Gasthaus "Zur Taube" in Arnshausen. Die Idee einen Sportverein zu gründen war geboren. Durch die verworrene Nachkriegszeit und die bereits beginnende Inflation war dies eine große Herausforderung für jeden einzelnen, aber der Teamgeist und die Liebe zum Fußballsport ließ alle Bedenken schwinden. Die anwesenden Sportler entschlossen sich Ihr Vorhaben durchzuziehen und gründeten den Verein mit dem Namen Fußballclub "Pfeil" Arnshausen.

Die ersten Versuche, das runde Leder im Spiel zu beherrschen, wurde alsbald an der "Füllgrube und Reitle", wo eine Wiese zum Fussballplatz umfunktioniert wurde.

Hier wurde trainiert und die ersten Freundschaftsspiele ausgetragen. Diese junge Truppe scheute keinen Gegner, es wurden Spiele mit Nachbarvereinen aber auch gegen die  damals sehr spielstarken Vereinen wie Freie Turnerschaft Schweinfurt, Fußballklub Hammelburg und FC Niederwerrn  durchgeführt. Im Hinterkopf immer das Ziel dass Fußballspiel, dass damals noch in den Kinderschuhen steckte, immer weiter zu verbessern, um im offiziellen Spielbetrieb mitmischen zu können. Der Fussballverein fand in Arnshausen großen Anklang und es konnten innerhalb von kurzer Zeit 21 Seniorenzugänge verzeichnet werden.

Doch aller Anfang ist schwer, so musste die Mannschaft des Fußballklubs Pfeil Arnshausen so manche Enttäuschungen (Niederlagen) hinnehmen. Jedoch ließ sich das junge Team nicht untergriegen und konnte durch Ergeiz und dem Willen gewinnen zu wollen auch  der eine oder andere Sieg erlangen. 

Im Jahre 1921 vereinigten sich dann die beiden Vereine Fußballklub Pfeil Arnshausen und Rauchklub Arnshausen zur "Sportvereinigung Arnshausen". Mit vereinten Kräften ging es nun an die Arbeit, den Verein zu vergrößern und vor allem die Jugend zu fördern und sie zu leistungsstarken und selbstbewußten Männern heranzuziehen. Durch Abhalten von Pokalturnieren, Waldfesten, Theater- und Tanzabenden wurde immer wieder versucht, die finanzielle Seite zu verbessern, was nach und nach auch gelang. Dadurch konnte am 5. April 1925 eine Standarte für 425,60 Reichsmark angeschafft werden, um damit die Vereinsverbundenheit zu vertiefen. So wurde der Fußballsport im Sportverein Arnshausen betrieben, bis im Jahre 1933 die Zwangsaufhebung bzw. Vereinigung der Vereine kam. Von 1933 bis 1945 ruhte jeglicher Spielbetrieb.

Sofort nach dem Krieg 1945, die bitterste Zeit des Sports, fanden sich wieder Mitglieder des Vereins, um die alte Tradition an die Jugend weiterzugeben. Es wurde der Spielbetrieb auf dem Sportplatz am "Reitle" wieder aufgenommen. Unter Vorstand Andreas Mahlmeister wurde die schlimmste Zeit der Nachkriegsjahre überwunden. Die Jugend fühlte sich abermals mit diesem Sport verbunden und es waren trotz Auf und Nieder schöne Erfolge zu verbuchen.

1954: Der Aufstieg in die B-Klasse war erreicht. Der Gemeinde war es nach langjährigen Verhandlungen gelungen, direkt am Ortsrand die Grundfläche für einen Sportplatz zu erwerben. Die Gemeinde unter Bürgermeister Wedler gab das Gelände sofort zum Bau eines Sportplatzes frei. Die Vereinsmitglieder machten sich umgehend daran, das Wiesengrundstück in einen Sportplatz zu verwandeln. Das Grundstück wurde mit einer Drainage versehen. Hierzu wurden ca.  800 Meter Rohre wurden verlegt, der Platz eingeebnet und mit Rasen angesät. Diese Arbeit verrichteten die Mitglieder des Vereins unentgeltlich. Durch das neue Sportgelände in Ortsnähe wurde der Plan das bisherigen Sportplatz am "Herlingsberg" herzurichten verworfen.

Die Einweihung des neuen Sportplatzes erfolgte im Jahre 1958 durch Herrn Pfarrer Ambros Schaupp. Vor allem die Kinder besuchten fast jeden Tag den Platz, um dort mit dem runden Leder zu kicken.

Im Spieljahr 1958/59 mußte die Mannschaft wieder in die C-Klasse absteigen. Zur Erweiterung des Sportgeländes kaufte der Verein eine Wiese.  

1959/60 konnte erneut die C-Klassen-Meisterschaft geholt werden. Jetzt kam die Jugendarbeit, die jahrelang betrieben wurde, voll zur Geltun. Man konnte die 1. Mannschaft mit hervorragenden Jugendspielern verstärken, was sich in der Schlagkraft enorm auswirkte.

Das Spieljahr 1960/61 dürfte wohl bis zu diesem Zeitpunkt das sportlichen Erfolgreichste seit Bestehen des Vereins gewesen sein. Die Mannschaft stieg von der C-Klasse in dei B-Klasse auf und wurde auf Anhieb mit weitem Vorsprung Meister, sie ehielt somit die Berechtigung zum Aufstieg in die A-Klasse Rhön. Die bevorstehenden Fahrten zum (zum Teil 60 bis 70 km) die mit einem Aufstieg verbunden waren, konnte der Verein finanziell nicht verkraften und verzichtete deshalb auf den Aufstieg.

1963 wurde mit dem Bau eines Sportheimses begonnen, das dann am 19. und 20. Jundi 1965 eingeweiht und für die Öffentlichkeit freigegeben wurde. An diesem Werk sieht man die Kameradschaft und das Zusammenstehen der Vereinsmitglieder; es wurden über 10.000 freiwillige Arbeitsstunden geleistet. Den Mitgliedern, die überdurchschnittlich viel geleistet haben, wurde Ehrennadel für besondere Verdienste in Gold und silber verliehen. Die Ehrennadel erhielten: Leo Schmitt, Heinrich Borst, Walter Betz, Peter Metz, Rudolf Greubel.


 


Das Sportheim beinhaltete einen kleinen Wirtschaftsraum, Umkleidekabinen, Duschen und Lagerräume für Getränke. Der Wirtschaftsbetrieb wird noch heute durch Vereinsmitglieder an einigen Tagen in der Woche abgewickelt. Ihnen gilt besonderer Dank.

1975 begannen tatkräftige Vereinsmitglieder unter dem damaligen 1. Vorsitzenden Leo Schmitt mit dem An- und Umbau des Sportheimes. Nach einjähriger Bauzeit weihte Pater Heinrich Drößmar das Sportheim, so wie es heute zu sehen ist, ein. Bei diesem Fest wurde gleichzeitig die neue Fahne, die die Arnshausener Wahrzeichen Wittelsbacher Turm und Terzenbrunn trägt, gesegnet.

Mit der Gründung einer Gymnastikgruppe im Jahr 1979 bot man auch den Frauen im Verein ein sportliches Betätigungsfeld. Die räumliche Voraussetzung für diese Sportart wurde mit dem Ausbau des Dachgeschosses geschaffen.

Die Bedeutung der Jugendarbeit erkannte man schon frühzeitig, und sie wurde kontinuierlich fortgesetzt. Engagierte Jungendleiter wie Leo Schmitt, Dieter Bechstedt, Ludwig Servatius, Jochen Keune und Rudi Meitz, um nur einige hier zu nennen, konnten mit ihren Jugend- und Schülermannschaften beachtliche erfolge erzielen.

Mitte der 80er Jahre konnten die Schüler- und Jugendmannschaften noch mit Arnshausener Buben bestückt werden. Geburtenschwache Jahrgänge zwangen dann zur Bildung von Spielgemeinschaften mit unseren Nachbarvereinen.

In der Saison 88/89 wagte der Verein ein Experiment. Die 1. Mannschaft wurde in der C-Klasse abgemeldet, die Spieler wechselten zum TSV Reiterswiesen, der zu diesem Zeitpunkt Bezirksliga spielte. Dadurch konnten wir der Forderung einiger unserer Leistungsträger gerecht werden, einmal höherklassig spielen zu wollen. Jedoch nach einer Saison zog es die Spieler größtenteils wieder zu ihrem Heimatverein. Mit Josef Späth aus Ramsthal, der bereits in der Saison 86/86 in Arnshausen als Trainer tätig war, wurde wieder eine leistungsstarke Mannschaft geformt. Leider konnte nur der 7. Tabellenplatz erreicht werden.

Das Jahr 1989 war auch der Beginn der Gespräche mit dem TV Jahn Arnshausen. Frühere Verhandlungen zu diesem Thema verliefen immer wieder ergebnislos. Zum Wohle des Sports und der Gemeinschaft in Arnshausen mußte diesmal der Zusammenschluß gelingen.

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